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Rhythmologie

Schlägt das Herz nicht mehr im Takt, spricht man von Herzrhythmusstörungen. Diese entstehen, wenn der Ablauf der elektrischen Erregung im Herzen gestört ist.  In der Rhythmologie können diese genau analysiert und spezifisch behandelt werden.

Die Entwicklung in der Rhythmologie ist rasant und und die Verfahren zur Therapie werden aufgrund der positiven Studienlage als hochgradig effektiv bewertet. Daher kommen Sie gemäß den Leitlinien der internationalen kardiologischen Fachgesellschaften immer häufiger zum Einsatz.

Mit Hilfe der herzkatheterbasierten elektrophysiologischen Untersuchung (EPU) bieten wir in unserer Praxis die Möglichkeit, Herzrhythmusstörungen zu diagnostizieren und in gleicher Sitzung zu therapieren.

Diagnostik

Um eine optimale Behandlung zu ermöglichen, können wir auf modernste Diagnostik- und Therapieverfahren zurückgreifen. Für komplexe Eingriffe werden dreidimensionale Verfahren (3D-Mapping) angewendet.

Dabei werden 2 bis 3 Herzkatheter über die Leiste unter radiologischer Kontrolle bis in das Herz vorgeschoben: dort angekommen, können die Herzströme direkt vor Ort vermessen werden.

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Das sollten Sie wissen

Wo wird die Untersuchung durchgeführt?

Wir führen diese elektrophysiologsichen Untersuchungen in unserem Herzkatheterlabor auf dem Gelände des Gemeinschaftskrankenkhauses Havelhöhe selbst durch. Dabei unterziehen wir uns einer ständigen, extern kontrollierten Qualitätskontrolle, um einen international verbindlichen Qualitätsstandard gewährleisten zu können. Die Struktur der Klinik steht uns zur Nachüberwachung und Behandlung eventueller Komplikationen jederzeit zur Verfügung.

Nach dem Eingriff erfolgt eine (in der Regel maximal eintägige) stationäre Überwachung.

Wie wird die Untersuchung durchgeführt?

Nach Vorbereitung (Auflegen auf die Untersuchungsliege, Rasieren und Desinfektion der Punktionsgegend, Anlegen eines EKG zur ständigen Überwachung, Abdecken mit sterilen Tüchern) wird eine örtliche Betäubung mittels einer Injektion unter die Haut vorgenommen und anschließend die Leistenvene mit einer Nadel schmerzarm mehrfach punktiert.
Sie erhalten starke Beruhigungs- und Schmerzmittel, sodass Sie während der Untersuchung schlafen.

Anschließend werden über die Leistenvene milimeterdünne Elektrodenkatheter zum Herzen vorgebracht, über die elektrische Ströme direkt aus dem Herzen abgeleitet werden können. Ziel ist es, ein tieferes Verständnis über die Impulsausbreitung im Herzen zu erlangen. Während der Untersuchung wird das Herz unter Umständen auch stimuliert, um bestimmte Herzrhythmusstörungen auszulösen und dann genauer zu analysieren.

Bei Ablationseingriffen in der linksseitigen Herzvorkammer oder der linken Herzkammer (Vorhofflimmern, atypisches Vorhofflattern, Kammertachykardien) führen wir vor Beginn der Untersuchung nach ausreichender Gabe von Beruhigungsmitteln immer eine Ultraschallunterschung des Herzens über die Speiseröhre durch (transösophageale Echokardiographie), um potentielle Blutgerinsel insbesondere in der linken Herzvorkammer sicher auszuschließen. Zur kontinuierlichen invasiven Blutdrucküberwachung wird zudem die Armarterie punktiert.
Danach werden die Katheter in diesem Fall gezielt über die Punktion der Herzvorkammer-Scheidewand in die linke Vorkammer oder linke Hauptkammer gelegt.

Nach Entfernen der Katheter sowie der Schleusen werden die Zugangsstellen mit einer Naht verschlossen und ein leichter Druckverband angelegt. Bei Eingriffen mit Propofolnarkose erfolgt eine Nachüberwachung im Aufwachraum.
Der Druckverband können in der Regel nach 5 Stunden entfernt werden. Eine Entlassung ist bereits meist am Folgetag möglich.

Was ist vor und nach dem Eingriff zu beachten?

Sie müssen zur Untersuchung nüchtern sein, dürfen aber Ihre üblichen  Medikamente mit etwas Wasser wie gewohnt einnehmen. Aspirin oder Clopidogrel kann immer eingenommen werden.

Stärkere Blutverdünnungsmittel wie Xarelto, Eliquis oder Lixiana müssen mindestens am Untersuchungstag pausiert werden, eventuell auch früher: Wir legen im Gepräch mit Ihnen fest, wie diese Medikamente (auch Marcumar) pausiert werden müssen.

Bestimmte Tabletten gegen Zuckerkrankheit (mit dem Wirkstoff Metformin) sollten 2 Tage vor bis 2 Tage nach der Untersuchung weggelassen werden.

Besondere Vorbereitungen werden nach ärztlicher Anweisung bei Schilddrüsenpatienten und Allergikern notwendig.

Nach der Untersuchung sollten Sie sich am Folgetag noch leicht schonen. Mit Komplikationen ist gewöhnlich nicht zu rechnen, trotzdem sind wir telefonisch für Sie erreichbar.

Herzrhythmusstörungen können in den nächsten 3 Monaten noch auftreten, da der Effekt der Untersuchung verzögert einsetzt. Sollten Sie ungewöhnlich starke Herzrhythmusstörungen bemerken, stellen Sie sich bitte in unserer Praxis vor.

Wie sieht die weitere Behandlung nach der Untersuchung aus?

Die weitere Behandlung richtet sich nach dem Untersuchungsbefund.

Die Medikamente bleiben vorerst für mindestens 3 Monate unverändert und werden beim Folgetermin mit Ihnen erneut besprochen.

Blutverdünnungsmittel können selten nach der Untersuchung dauerhaft abgesetzt werden.
Für 4-6 Wochen ist die Einnahme eines Magenschutzmittels wie Pantoprazol empfohlen.
Bei Wiederauftreten der behandelten Rhythmusstörung kann eine elektrische Kardioversion und im Verlauf gegebenfalls auch ein Zweiteingriff notwendig sein.

Schnelle Herzrhythmusstörungen

Elektrophysiologische Untersuchung/Verödung

Typische Behandlungsindikationen sind supra- und ventrikuläre Tachykardien, die übermäßig auftretende ventrikuläre Extrasystolie sowie Vorhofflimmern und Vorhofflattern.

Wie bei der Diagnostik werden 2 bis 3 spezielle Herzkatheter über die Leiste unter radiologischer Kontrolle in das Herz vorgeschoben.
Mittels Strom- oder Kälteverödung (Radiofrequenz- bzw. Cryoablationstherapie) wird über eine temperaturbedingte Einflussnahme auf das Gewebe erreicht, dass krankhafte Herzimpulse nicht mehr weitergeleitet werden.

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Das sollten Sie wissen

Wo wird die Behandlung durchgeführt?

Der operative Teil (Implantation des Schrittmachers) wird von uns während eines stationären Kurzaufenthalts an beiden Standorten unserer Herzkatheterlabore durchgeführt. Bestimmte Eingriffe können ambulant operiert werden.

Weitere Nachsorgemaßnahme wie regelmäßige Funktionskontrollen oder Umprogrammierungen werden in unserer Praxis Spandau durchgeführt. Hierzu stehen Schrittmacherprogrammiergeräte der namhaften Hersteller zur Verfügung.

Wie wird die Behandlung durchgeführt?

Die Schrittmacherimplantation ist ein vergleichsweise kleiner Eingriff, der fast immer in örtlicher Betäubung durchgeführt werden kann. Es wird zunächst die Vene unter dem Schlüsselbein durch einen Schnitt freigelegt und eröffnet. Dann wird die Schrittmachersonde eingeführt, in die rechte Herzkammer vorgeführt und dort verankert. Bei Zweikammersystemen wird eine zweite Sonde in den rechten Vorhof eingeführt.

Die Funktion der Sonden überprüft man mit einem kleinen Messgerät, indem man mit Schwachstromimpulsen die Schrittmachertätigkeit simuliert. Bei einwandfreier Funktion wird nun das Schrittmacheraggregat mit der Batterie angeschlossen und unter der Haut versenkt. Eine chirurgische Naht schließt den Eingriff ab. Der Eingriff dauert meist nicht sehr lange, allerdings kann bei Erweiterung des Herzens die Verankerung der Sonden schwierig sein.

Was ist vor und nach der Behandlung zu beachten?

Vor der Behandlung sind manchmal Medikamente abzusetzen, vor allem solche, die den Herzrhythmus verlangsamen oder auch gerinnungshemmende Medikamente.

Aspirinpräparate brauchen nicht abgesetzt werden. Genau entschieden wird nach dem Einzelfall.

Nach der Schrittmacherimplantation werden keine Fäden gezogen – diese lösen sich selbständig auf. Durch die feine Naht bleibt eine kleine Narbe übrig.

Für drei Wochen sollten Sie den Arm nicht über die Horizontale heben, jedoch auch nicht unbeweglich halten.

Mit der Zeit wird Ihr Herzschrittmacher zumeist nicht mehr für Sie spürbar sein. Sie können alle gewohnten Aktivitäten wieder aufnehmen. Störbeeinflussungen werden oft diskutiert, sind aber sehr selten. Zu einer Beeinflussung des Schrittmachers können sehr starke elektromagnetische Felder führen, wie sie in der unmittelbaren Umgebung von Radiosendern, Radaranlagen, aber auch in der Magnetresonanztomographie (Kernspintomographie) vorkommen. Die meisten modernen Schrittmacher sind MRT-tauglich – bitte besprechen Sie das im Einzelfall mit dem MRT-Radiologen und uns im Vorfeld.

Störungen durch Haushaltsgeräte kommen normalerweise nicht vor. Detektoren an Kaufhäusern sollten in der Mitte und rasch durchschritten werden. Handys sollten Sie an der dem Schrittmacher entgegengesetzten Seite benutzen. Die Funktion des Herzschrittmachers wird regelmäßig durch Abfrage mit dem Programmiergerät überprüft, was nur kurze Zeit in Anspruch nimmt.

Wie ist die weitere Behandlung?

Die weitere Behandlung richtet sich ganz nach der zugrundeliegenden Herzkrankheit. Der Herzschrittmacher kann die übrigen Funktionen des Herzens nicht ersetzen, teilweise aber auch indirekt bessern. Oft ermöglicht er eine anders nicht durchführbare Behandlung mit rhythmusverlangsamenden Medikamenten.

Langsame Herzrhythmusstörungen / Herzschwäche

Herzschrittmachertherapie

Ein Herzschrittmacher stellt sicher, dass bei krankheitsbedingtem Abfall der Pulsfrequenz eine minimale ausreichende Herzschlagzahl gewährleistet ist.

Wir implantieren verschiedene Systeme von Ein- und Zwei-Kammer-Herzschrittmachern, Cardioverter/Defibrillatoren (ICD) sowie von 3-Kammer-Herzschrittmachern zur kardialen Resynchronisationstherapie (CRT) bei fortgeschrittener Herzschwäche (Herzinsuffizienz). Bei entsprechender Indikation bieten wir auch die Möglichkeit einer spezifizierten Herzschrittmachertherapie mittels Conduction System Pacing (CSP) an.

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Das sollten Sie wissen

Wo wird die Behandlung durchgeführt?

Der operative Teil (Implantation des Schrittmachers) wird von uns während eines stationären Kurzaufenthalts an beiden Standorten unserer Herzkatheterlabore durchgeführt. Bestimmte Eingriffe können ambulant operiert werden.

Weitere Nachsorgemaßnahme wie regelmäßige Funktionskontrollen oder Umprogrammierungen werden in unserer Praxis Spandau durchgeführt. Hierzu stehen Schrittmacherprogrammiergeräte der namhaften Hersteller zur Verfügung.

Wie wird die Behandlung durchgeführt?

Die Schrittmacherimplantation ist ein vergleichsweise kleiner Eingriff, der fast immer in örtlicher Betäubung durchgeführt werden kann. Es wird zunächst die Vene unter dem Schlüsselbein durch einen Schnitt freigelegt und eröffnet. Dann wird die Schrittmachersonde eingeführt, in die rechte Herzkammer vorgeführt und dort verankert. Bei Zweikammersystemen wird eine zweite Sonde in den rechten Vorhof eingeführt.

Die Funktion der Sonden überprüft man mit einem kleinen Messgerät, indem man mit Schwachstromimpulsen die Schrittmachertätigkeit simuliert. Bei einwandfreier Funktion wird nun das Schrittmacheraggregat mit der Batterie angeschlossen und unter der Haut versenkt. Eine chirurgische Naht schließt den Eingriff ab. Der Eingriff dauert meist nicht sehr lange, allerdings kann bei Erweiterung des Herzens die Verankerung der Sonden schwierig sein.

Was ist vor und nach der Behandlung zu beachten?

Vor der Behandlung sind manchmal Medikamente abzusetzen, vor allem solche, die den Herzrhythmus verlangsamen oder auch gerinnungshemmende Medikamente.

Aspirinpräparate brauchen nicht abgesetzt werden. Genau entschieden wird nach dem Einzelfall.

Nach der Schrittmacherimplantation werden keine Fäden gezogen – diese lösen sich selbständig auf. Durch die feine Naht bleibt eine kleine Narbe übrig.

Für drei Wochen sollten Sie den Arm nicht über die Horizontale heben, jedoch auch nicht unbeweglich halten.

Mit der Zeit wird Ihr Herzschrittmacher zumeist nicht mehr für Sie spürbar sein. Sie können alle gewohnten Aktivitäten wieder aufnehmen. Störbeeinflussungen werden oft diskutiert, sind aber sehr selten. Zu einer Beeinflussung des Schrittmachers können sehr starke elektromagnetische Felder führen, wie sie in der unmittelbaren Umgebung von Radiosendern, Radaranlagen, aber auch in der Magnetresonanztomographie (Kernspintomographie) vorkommen. Die meisten modernen Schrittmacher sind MRT-tauglich – bitte besprechen Sie das im Einzelfall mit dem MRT-Radiologen und uns im Vorfeld.

Störungen durch Haushaltsgeräte kommen normalerweise nicht vor. Detektoren an Kaufhäusern sollten in der Mitte und rasch durchschritten werden. Handys sollten Sie an der dem Schrittmacher entgegengesetzten Seite benutzen. Die Funktion des Herzschrittmachers wird regelmäßig durch Abfrage mit dem Programmiergerät überprüft, was nur kurze Zeit in Anspruch nimmt.

Wie ist die weitere Behandlung?

Die weitere Behandlung richtet sich ganz nach der zugrundeliegenden Herzkrankheit. Der Herzschrittmacher kann die übrigen Funktionen des Herzens nicht ersetzen, teilweise aber auch indirekt bessern. Oft ermöglicht er eine anders nicht durchführbare Behandlung mit rhythmusverlangsamenden Medikamenten.